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Ich kämpfe jeden Tag...

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Ich kann, weil ich will, was ich muss.

Immanuel Kant






Meine Essstörung

Etwa seit Anfang 2008 bin ich essgestört. Anfangs war mir das gar nicht bewusst. Ich begann bloss, mich etwas gesünder zu ernähren und viel mehr zu trinken. Ich reduzierte die Kalorienzufuhr stehts, bis ich nur noch sehr wenig ass. Irgendwann begann ich, die eine oder ander Mahlzeit ausfallen zu lassen und suchte immer öfters Ausreden, um nicht essen zu müssen. Irgendwann begann ich dann auch noch zu erbrechen. Das kam allerdings nur selten vor, da ich mich im Allgemeinen sehr unter Kontrolle hatte. Ich nahm immer weiter ab, bis ich untergewichtig war. Nicht schlimm, aber eben doch untergewichtig. Ich fand es nicht einmal schlimm, nein, ich war eher stolz darauf, aber meine Vernunft war stärker als dieses Erfolgsbewusstsein und ich wollte beginnen, mehr zu essen. Das ging total daneben. Kaum ass ich mehr als ich mir eigentlich gewohnt war, dachte ich "jetzt ist's eh egal..." und ass Unmengen von Dingen, die ich mir sonst nicht erlaubte. Danach erbrach ich. Ich erbrach teilweise zehn mal am Tag. Spürte kaum noch was anderes ausser das Brennen im Hals, Schluken tat weh, die Augen brennten und meine Bauchmuskeln schmerzten. Und trotzallem ass ich weiter.

Dieser Albtraum ging eine Weile so weiter und ich war teilweise wirlich am Boden zerstört, weil ich keine Ahnung hatte, wie ich da wieder rauskommen sollte. Ich wollte auf keinen Fall zunehmen, aber ich wollte auch wieder mehr essen können. Ich war an diesen Tagen innerlich sehr zerrissen und sehr traurig. Ich zeigte es niemandem. Nur meinen Freund liess ich etwas näher an mich ran, aber auch ihm verheimlichte ich noch, warum ich so im leeren stand. Irgendwann kam der Tag, an dem ich ihm das gestand und er erklärte sich bereit, mir zu helfen. Ich getraute mich allerdings nicht, ihm alles zu erzählen, was dann jeweils passierte. Ich hatte immerzu Angst, dass er enttäuscht von mir wäre oder er mich sofort zum Psychologen schicken wollte, was ich mir zwar selber schon überlegt habe, aber dann doch wieder verwarf, weil ich weiss, dass ich es erst selber wirklich wollen will.

Nun denn... Ich will.

Ich will wieder richtig leben. Und ich werde in diesem Blog berichten, wie es mir ergeht, beim Versuch der Essstörung ein Ende zu setzen.




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